Portale wie thingiverse.com machen in letzter Zeit auch der breiten Masse den Zugriff auf eine 2D bzw. 3D-Datenbank möglich, in der alle Arten von Modellen mittels eines 3D-Druckers nachgebaut werden können. Dabei finden sich zahlreiche einzigartige, künstlerische Modelle, aber auch sehr prominente Modelle, wie die von Spielsteinen bekannter Gesellschaftsspiele.

Daraus folgt, dass sich theoretisch jedermann ein solches Gesellschaftsspiel mittels des 3D-Druckers nachbauen lassen kann.

Dies kann für den ursprünglichen Urheber bzw. den Erfinder des Spiels insofern problematisch werden, da solche 3D-Nachdrucke nicht als künstlerische Werke eingeordnet werden und somit nicht direkt dem Schutz des Urheberrechtsgesetzes unterfallen.

Allein aus dem Markenrecht könnten sich mögliche Ansprüche des Urhebers ableiten lassen, aber auch nur dann, wenn z.B. auf den Spielsteinen explizit der Name des Gesellschaftsspiels abgedruckt wird. Weitere Ansprüche können sich zudem aus dem Patentrecht ergeben, da falls ein Idee oder Erfindung patentiert wurde, auch jegliche Nachahmung verboten ist.

Da sich der 3D-Druck jedoch noch am Anfang seiner Entwicklungsphase steht, ist zumindest bisher das Herstellen von Spielsteinen noch deutlich teurer, als sie im Original beim Händler zu kaufen. Interessant wird diese Geschichte nochmal, wenn Portale wie thingiverse.com auch preislich mit den Originalherstellern konkurrieren können.

(c`t 2011, Heft 15)